In der vierten Veranstaltung der Reihe "Fliegende Universität" werden Wandel der Deutung von Arbeit und Muße sowie Chancen einer Neubewertung und Neuorganisierung von Erwerbstätigkeit zur Diskussion gestellt.

Der Theologe und Philosoph Edelbert Richter, geboren 1943 war einer der wichtigen Theoretiker der Opposition gegen die SED-Diktatur. Als Pfarrer und Dozent arbeitete er in Naumburg und Erfurt.
Im Oktober 1989 beteiligte er sich an der Gründung des Demokratischen Aufbruchs. Im Januar 1990 wechselte er zur SPD,die er als Abgeordneter in der frei gewählten Volkskammer, im Europaparlament und bis 2002 im Bundestag vertrat.
Er engagiert sich im parteiunabhängigen Netzwerk "attac".
Edelbert Richter verließ im vergangenen Jahr die SPD.

Veröffentlichungen:
Zweierlei Land - Eine Lektion. Konsequenzen aus der deutschen Misere, Berlin 1989.
Christentum und Demokratie in Deutschland. Beiträge zur geistigen Vorbereitung der Wende in der DDR, Leipzig/Weimar 1991.
Erlangte Einheit - Verfehlte Identität. Auf der Suche nach den Grundlagen für eine neue deutsche Politik, Berlin: Edition KONTEXT 1991.
Wendezeiten. Das Ende der konservativen Ära, Köln/Weimar/Wien 1994.
Aus ostdeutscher Sicht. Wider den neoliberalen Zeitgeist, Köln/Weimar/Wien 1998.
Eine zweite Chance? Die SPD unter dem Druck der "Globalisierung", Hamburg 2002.
Reform als Restauration und hegemoniale Nostalgie, Hamburg 2005.
"...daß die Macht an sich böse ist." Eine Aktualisierung von Jacob Burckhardt, Hamburg 2005